Gedichte Klage um Wilibald

1835

Eine Handvoll Erde,
Einen Rosenkranz,
Daß erfüllet werde
Treue Liebe ganz,
Werf‘ ich, süßer Knabe,
Unter schwerem Ach,
Letzte Liebesgabe,
Deinem Schatten nach.
Ach! der holde Schatten,
Ach! das liebe Bild,
Welches Engel hatten
Schön in Staub gehüllt,
Sollte nur als Schimmer
Mir vorüberfliehn,
Diese Knospe nimmer
Voll als Rose blühn.
O mein süßes Leben!
Alters Lust und Zier!
Könnt‘ ich mit dir schweben!
Wär‘ ich stets bei dir!
Von dem Staubgewimmel,
Von den Gräbern fern,
Stets in deinem Himmel,
Stets auf deinem Stern!

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (No Ratings Yet)
Loading...

Gedichte Klage um Wilibald - Arndt