Gedichte Auff den lustigen Flecken Rubar in Gilan

Hinter den Caßbinischen Gebürgen / in welchem die Holst.
Gesandschafft den xxiij. Jenner m. dc. xxxviij.
Im Rückzuge aus Persien übernachtete.

Du Lustthall der Natur / aus welchem wir von weiten
Deß Taurus langen Gast / den Winter / lachen aus;
Hier tieff spatziren gehn in einer Nais Hauß
Die gülden heist und ist; Da alle Fruchtbarkeiten
auf Chloris grüner Brust / und Thetis Schoß sehn streiten
Dort so viel Dryaden die Hügel machen krauß /
Darvon Silenus bricht / so manchen dicken Strauß /
Und jauchtzet durch den Pusch mit allen seinen Leuten.
Osyris der ümmarmt die Oreaden hier;
Pomona hegt das Gold der hohen Pomerantzen /
Läst die Narzissen stets mit den Violen tantzen.
Fürst aller Liebligkeit / was sing‘ Ich deine Zier?
Das Lufft-Volck führt ümm dich ein ewiges Gethöne /
Daß ja nichts ümm und an gebreche deiner Schöne.


Gedichte Auff den lustigen Flecken Rubar in Gilan - Fleming