Gedichte Es ist ümmsonst / das klagen

Es ist ümmsonst / das klagen /
das du ümm mich /
und ich ümm dich /
Wir ümeinander tragen.
Sie ist ümmsonst / die harte Pein /
Mit der wir itzt ümmfangen seyn.

Laß das Verhängnüß walten.
Was dich dort ziehrt /
und mich hier führt /
Das wird uns doch erhalten.
Diß / was uns itzt so sehr betrübt /
Ists dennoch das uns Freude giebt.

Sey unterdessen meine /
mein mehr als ich /
und schau‘ auff mich /
Daß ich bin ewig deine.
Vertraute Liebe weichet nicht.
Hält allzeit / was sie einmahl spricht.

Auff alle meine Treue
sag‘ ich dirs zu /
du bist es / du /
Der ich mich einig freue.
Mein Hertze / das sich itzt so quählt /
Hat dich und keine sonst erwählt.

Bleib / wie ich dich verlassen /
daß ich dich einst /
die du itzt weinst /
Mit lachen mag ümmfassen.
Diß soll für diese kurtze Pein
Uns ewig unsre Freude seyn.

Eilt / laufft ihr trüben Tage /
Eilt / laufft / vorbey.
Eilt macht mich frey
Von aller meiner Plage.
Eilt / kommt ihr hellen Stunden ihr /
Die mich gewehren aller Zier.


Gedichte Es ist ümmsonst / das klagen - Fleming