Gedichte Mag denn kein Rath und Trost mir lindern meine Pein

Mag denn kein Rath und Trost mir lindern meine Pein
Sie muß erlitten seyn.
So will ich wie sichs fügt /
mit allem seyn vergnügt.
Wer sich entsetzt der liegt.
Ich wag es kühne drein.

Ein Hertze / das sich frisch der Noth entgegen stellt /
behält gewiß das Feld.
Muß ich so will ich dran.
Ihr Feinde / setzt nur an.
Hier habt ihr euren Mann /
der euch die Wage hält.

Pein / trauren / Noth und Qual / und wie ihr andern heisst /
die Ihr so auff mich reisst /
seyd noch so arg gesinnt;
thut alles / was ihr künnt;
Hier ist er / der gewinnt.
Hier steht er der euch schmeisst.

Nach aller meiner Angst / nach aller Müh‘ und Fleiß‘ /
erhalt ich recht den Preiß.
Mein Sieg der steht bey mir
drüm wächst mir die Begier.
Denn mir bringt alle Zier /
was ich zur Beute weiß.

Flieht nun / und kommt nicht mehr auff euren Schaden an /
Ihr Feinde wie gethan.
Her alle Fröligkeit /
und was mein Hertz erfreut.
Diß ist ein Theil der Zeit /
der ich mich rühmen kan.

Gedichte Mag denn kein Rath und Trost mir lindern meine Pein - Fleming