Die treuen Brüder

Es sind zwei treue Brüder,
Die zieh’n in den Streit hinaus,
Noch reden sie hin und wieder,
Da schmettert’s den Einen darnieder,
Der And’re sieht’s mit Graus.

Der Bruder in seinem Blute
Erregt ihm bittern Schmerz;
Daß ihn der Tod ereilte,
Bevor er den Kampf noch theilte,
Zerreißt ihm ganz das Herz.

Der Sterbende blickt freundlich
Noch einmal auf zu ihm,
Dann greift er, als wär‘ er der Alte,
Zur Büchse, die noch nicht knallte,
Drückt ab mit Ungestüm.

Nun bricht er wieder zusammen
Und lächelt, und ist todt. –
Der And’re, als er sich wandte,
Sah einen Feind im Sande,
Deß Kugel ihm gedroht.

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