Gedichte Immer mehr!

Allüberall Geschrei nach Brot,
Vom Atlas bis Archangel!
In halb Europa Hungersnot,
Im halben bittrer Mangel!
Die Scheuern leer, die Steuern schwer,
Die Ernten schlecht geraten –
Doch immer mehr und immer mehr
Und immer mehr Soldaten!

Geld her für Pulver und für Blei!
Für Reiter und für Rosse!
Chassepots, Zündnadeln, allerlei
Weittragende Geschosse!
Dem Kaiser Geld! dem Papste Geld!
Nur immer frisch von hinten
Geladen! Denn der Lauf der Welt
Hängt ab vom Lauf der Flinten.


Gedichte Immer mehr! - Herwegh