Gedichte Das Seelchen

Ich lag im Gras auf einer Alp,
In sel’ge Bläuen starrt ich auf
Mir war, als ob auf meiner Brust
Mich etwas sacht betastete.
Ich blickte schräg. Ein Falter saß
Auf meinem grauen Wanderrock
Mein Seelchen war’s, das flugbereit,
Die Schwingen öffnend, zitterte.
Wie sind die Schwingen ihm gefärbt?
Sie leuchten blank, betupft mit Blut.

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Gedichte Das Seelchen - Meyer