Gedichte Anmerkungen des Dichters

Zu den Sonetten an Orpheus

Zum ersten Teil

X. Sonett: In der zweiten Strophe ist gedacht der Gräber in dem berühmten
Alten Friedhof der Allyscamps bei Arles, von dem auch im Malte Laurids
Brigge die Rede ist.

XVI. Sonett: Dieses Sonett ist an einen Hund gerichtet. – Unter „meines
Herrn Hand“ ist die Beziehung zu Orpheus hergestellt, der hier als „Herr“
Des Dichters gilt. Der Dichter will diese Hand fuhren, daß sie auch, um seiner
Unendlichen Teilnehmung und Hingabe willen, den Hund segne, der, fast wie
Esau, sein Fell auch nur umgetan hat, um in seinem Herzen einer, ihm nicht
Zukommenden Erbschaft: des ganzen Menschlichen mit Not und Glück, teilhaft
Zu werden.

XXI. Sonett: Das kleine Frühlings-Lied erscheint mir gleichsam als „Auslegung“
Einer merkwürdig tanzenden Musik, die ich einmal von den Klosterkindern in
Der kleinen Nonnenkirche zu Ronda (in Süd-Spanien) zu einer Morgenmesse
Habe singen hören. Die Kinder, immer im Tanztakt, sangen einen mir unbekannten
Text zu Triangel und Tamburin.

XXV. Sonett: An Wera.

Zum zweiten Teil

IV. Sonett: Das Einhorn hat alte, im Mittelalter immerfort gefeierte Bedeutungen der Jungfraulichkeit: daher ist behauptet, es, das Nicht-Seiende für den Profanen, sei,
Sobald es erschiene, in dem „SilberSpiegel“ den ihm die Jungfrau vorhält (siehe:
Tapisserien des XV. Jahrhunderts) und „in ihr“, als in einem zweiten ebenso reinen,
Ebenso heimlichen Spiegel.

VI. Sonett: Die antike Rose war eine einfache „Eglantine“, rot und gelb; in den Farben,
Die in der Flamme vorkommen. Sie blüht hier, im Wallis, in einzelnen Gärten.

VIII. Sonett: Vierte Zeile: Das Lamm (auf Bildern), das nur mittels des Spruchbandes
Spricht.

XI. Sonett: Bezugnehmend auf die Art, wie man, nach altem Jagdgebrauch, in gewissen Gegenden des Karsts, die eigentümlich bleichen Grotten-Tauben, durch vorsichtig in ihre
Hohlen eingehängte Tücher, indem man diese plötzlich auf eine besondere Weise
Schwenkt, aus ihren unterirdischen Aufenthalten scheucht, um sie, bei ihrem erschreckten
Ausflug, zu erlegen.

XXIII. Sonett: An den Leser.

XXV Sonett: Gegenstück zu dem Frühlings-Liedchen der Kinder im Ersten Teil der
Sonette.

XXVIII. Sonett: An Wera.

XXIX. Sonett: An einen Freund Weras.
R. M. R.


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