Gedichte Das Lied des Trinkers

(3.)

Es war nicht in mir. Es ging aus und ein.
Da wollt ich es halten. Da hielt es der Wein.
(Ich weiß nicht mehr was es war.)
Dann hielt er mir jenes und hielt mir dies
Bis ich mich ganz auf ihn verließ.
Ich Narr.

Jetzt bin ich in seinem Spiel und er streut
Mich verächtlich herum und verliert mich noch heut
An dieses Vieh, an den Tod.
Wenn der mich, schmutzige Karte, gewinnt,
So kratzt er mit mir seinen grauen Grind
Und wirft mich fort in den Kot.

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Gedichte Das Lied des Trinkers - Rilke