Gedichte Auff ihr Verbündnüß

Ihr Schatten / die ihr nur alleine bey uns seyd /
Und du auch stille Lufft / die unsern Ahtem reget /
Seyd Zeugen zwischen uns. Der Eyd ist abgeleget /
Der Eyd / der mir und ihr soll nimmermehr seyn leid.
Diß ist mein und ihr Schluß. Es berste List und Neid.
So lang‘ ein Pusch sein Laub / die Erde Kräuter träget /
Und ein belebter Geist sich in der Flut beweget;
Diß soll sein Ende seyn / wenn mehr ist keine Zeit.
So treue Fulvia / so liebt sechs ohne schmertzen /
Wenn solche Freundschafft macht ein Hertze mit dem Hertzen.
Es mögen andre nun von ihrer Liebe Pein /
Von Angst / von Grausamkeit / von dem und jenem Klagen;
Zwey Hertzen / das sind wir / die können redlich sagen /
Daß von der Liebe sie noch nie betrübet seyn.

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Gedichte Auff ihr Verbündnüß - Fleming